Ach, die lebt noch?

Ja, mich gibt’s noch. In lebendig und manchmal sogar quietschfidel :).

Den Grund für meine unangekündigte längere Auszeit hatte ich letztes Jahr bereits bekanntgegeben, als ich verkündete, in Zukunft unter Pseudonym zu schreiben. Was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Vier Novellen, wovon drei zu einem Roman zusammengefasst werden, haben es geschafft, ein Zuhause zu finden. Doch wie viel Arbeit ein neuer Name in der Verlagsbranche macht, habe ich schlichtweg unterschätzt. Eine Website muss gepflegt werden, Social Media ist inzwischen auch unumgänglich, dann kommt noch das Schreiben an sich hinzu, Werbemaßnahmen, Lektorat, Korrektorat, Absprache mit Kollegen und Verlegern, Verlage suchen, Verlage finden, bei Verlagen bleiben, in Posts nicht unbedingt wie man selbst klingen, wenn man schon ein inzwischen nur noch halb geheimes Pseudonym nutzt. Dann kommt noch der Privatkram dazu. Sowas wie Mann, Freunde, Familie, man selbst, die Tiere (wovon ich leider bei zwei Beerdigungen mitmachen durfte/musste), dann noch Unwichtigkeiten wie der Haushalt, das Einkaufen, die Selbstzweifel, Misstrauen, Hochgefühle, Tiefgefühle, Verzweiflung und manische Freude … das alles fraß über das dreiviertel Jahr hinweg doch einiges an Energie.

Kurzum: Dieser Blog war einer der Abstriche, die ich tun musste. Aber mein Pseudonym läuft sich langsam ein, die Novellen kommen voran, ich selbst auch und es wird wieder Zeit frei. Zeit für Veränderungen.

Was wird verändert?

Diesen Blog werde ich in Zukunft nur noch als Autorenblog nutzen. Heißt konkret? Meine Rezensionen werden nach und nach verschwinden. Ich werde weiterhin welche verfassen, doch sie werden keinen Platz mehr auf dieser Seite finden. Wie üblich findet man sie unter meinem Namen auf Amazon, Weltbild, Thalia, wasliestdu, lovelybooks, goodreads, usw. usf.

Diese Plattform wird ausschließlich meinen Veröffentlichungen im Kurzgeschichtenbereich dienen. Das kommt sonst zu kurz, ist zu unübersichtlich und passt nicht mehr zu mir. Gerade, weil ich das letzte halbe Jahr so gut wie keinen Roman zu Ende gelesen habe, also auch wenig bis nichts zu rezensieren habe. Ich mag mich dahingehend nicht mehr zerreißen und zweiteilen, nur um meinen eigenen gesetzten Ansprüchen gerecht zu werden.

Und weiterhin? Nun ja, der Blog bekommt dementsprechend ein neues Design. Ich werkle da noch ein wenig dran herum. Das Ergebnis werdet ihr dann ja sehen.

Anschließend miste ich auch zu alte Beiträge aus, die hier auf der Seite nichts mehr zu suchen haben. Es wird also grundüberholt. Augenscheinlich begleitet mich gerade der Putz- und Ordnungswahn und ihr dürft dabei zuschauen ;).

Gehabt euch wohl, liebe Leser/innen! 🙂

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Steckbrief


DSC_0134Name
: Cathrin Kühl


Geburtstag: 1. September 1985


Schulwerdegang

2002: Realschulabschluss

2005: Abitur

2005-2008: Studium Geschichte, Dänisch und Pädagogik/Psychologie


Schriftstellerischer Werdegang

  • Erste geschriebene Geschichte 1990/91
  • 1997 fing ich an, regelmäßig Tagebuch zu führen; inzwischen sind es an die 30 Bücher
  • 1999: erste Fanfictions, Filmskripte abgetippt
  • 2003-2005: Schülerzeitung, Redakteurin
  • 2007: erster Romanentwurf
  • 2009-2011: Studium erfolgreich abgeschlossen
  • Seit 2010: Kurzgeschichtenveröffentlichungen bei diversen Verlagen
  • 2016: Roman- und Novellenveröffentlichungen unter Pseudonym

Meine Lieblinge

Bücher: Patrick Rothfuss – Der Name des Windes, Cornelia Funke – Tintenwelt & Reckless, Joanne K. Rowling – Harry Potter, Kai Meyer – Die Seiten der Welt, Walter Moers – Die Stadt der träumenden Bücher, Thomas Finn – Die Wächter von Astaria, Caroline Brinkmann – Kobrin & Alania, Christoph Marzi – Malfuria, Jenny-Mai Nuyen – Rabenmond, Nocturna & Nijura, Lauren Oliver – Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, Anne Frank – Tagebuch, Sue Townsend – Das Intimleben des Adrian Mole 13 ¾ Jahre, Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit, Sebastian Fitzek – Der Augensammler & Der Augenjäger, Kerstin Gier – Edelstein-Trilogie & Silber, Cecelia Ahern – PS: Ich liebe dich, Zwischen Himmel und Liebe, Für immer vielleicht & Zeit deines Lebens, P. C. & Kristin Cast – House of Night, Pierre Bottero – Ewilan, James Dashner – Die Auserwählten, Timothy Carter – Dämonenhunger, Ann-Kathrin Karschnick – Phoenix-Trilogie, Scott Westerfeld – Ugly, Pretty, Special, Stephenie Meyer – Seelen, Garth Nix – Schwarzer Montag, Richard Hagen – Bluthatz, Ivo Pala – Die Elbenthal-Saga, Sofia Traut – Der Fremde in der Stille, Martin Ulmer – Dunkellicht, Steenberger & T.S. Orgel – Steamtown, Romy Wolf – Zechengeister, Francis Knight – Rojan Dizon, Alyxandra Harvey – Eiskalter Atem, Matt Haig – Ich und die Menschen, Dan Wells – Partials, Ali Shaw – Das Mädchen mit den gläsernen Füßen, Carsten Thomas – Die Dunkelmagierchroniken (Einen Glückwunsch an alle, die das hier tatsächlich gelesen haben! ^_^)

Filme: Hinter dem Horizont, Der Herr der Ringe, Die Tribute von Panem, Die Bestimmung, Frozen, Die Schöne und das Biest, Star Wars, Hitch, Enders Game, X-Men, Maze Runner, Forrest Gump, Signs, Ghost – Nachricht von Sam, Titanic, Dogma, WhoAmI, Silver Linings, Pleasentville, Oben, Der König der Löwen … (wahrscheinlich erweitert sich die Liste noch im Laufe einiger Wochen)

Serien: Game of Thrones, Supernatural, The Walking Dead, Breaking Bad, How I met your mother, Gilmore Girls, Law & Order, Hannibal, Shameless, Family Guy, Battlestar Galactica, Stargate SG-1 & Atlantis, Southpark, True Detective, Dexter, The Simpsons, Doctor Who … (wahrscheinlich erweitert sich auch diese Liste noch im Laufe einiger Wochen)

Musik: Mumford & Sons, 30 Seconds to Mars, Pink, diverse Soundtracks, Silbermond, Wir sind Helden, Imagine Dragons, Katy Perry, One Republic

Spiele: GuildWars 2, Sims 3, Tabu XXL

Hobbys: lesen, schreiben, meine Tiere, fotografieren, Filme, Musik, häkeln


Trivia

Unter meinem Realnamen Cathrin Kühl werden Kurzgeschichten veröffentlicht. Romane und Novellen erscheinen unter meinem Pseudonym.

Druckkostenzuschussverlage

Meine Schreibpause endet heute Abend und morgen früh wird ein neues Kapitel von Evi begonnen. Nummer 20 wartet eh schon viel zu lange uns setzt Staub an. Jetzt, wo ich nicht mehr so viele Außentermine habe, klappt das bestimmt auch wieder. Ich blicke positiv auf die Arbeit.

Nun noch etwas zu einer anderen Sache, die auch die Überschrift dieses Artikels ist.

Druckkostenzuschussverlage oder kurz: DKZV

Da sich langsam herumspricht, dass ich Autorin bin, erreichen mich auch immer wieder Anfragen von Jungautoren oder denen, die es werden wollen oder für Freunde und Familienmitglieder fragen, ob es mich auch Geld gekostet hat, wenn ich einen Text oder ein Buch veröffentliche. Die kommen mir da teilweise mit Zahlen, da stehen mir die Haare allesamt zu Berge (und da ich lange Haare habe, sieht das merkwürdig aus^^). Ich kläre hier nun mal ein paar Fakten, was einen seriösen von einem unseriösen unterscheidet.

Außerdem noch Folgendes: Wenn ein Autor ein Buch geschrieben hat, wird es nicht zwangsweise veröffentlicht. Die Vorstellung mal eben einen Bestseller zu schreiben, sollte sich jeder, der diese Vorstellung hegt, gleich streichen. Auch ist es unwahrscheinlich (nicht unmöglich), dass ihr gleich bei einem der großen Verlage landet (Carlsen, Heyne, Ravensburger, Bastei Lübbe, rororo, um hier mal ein paar wenige zu nennen). Schreiben ist ein Handwerk. Das muss man erlernen. Wenn ihr als Autor nicht mit einem ausgesprochen starken Talent gesegnet seid und eine Menge Glück dazu noch habt, ist es eben unwahrscheinlich. Viele Autoren müssen eine Menge Absagen schlucken, bevor die Zusage kommt. Und manchmal kommt sie nie.

So, ist das Buch nun aber geschrieben, geht es ja an die Verlagssuche. Ich empfehle hier gleich mal eine Seite, die die unseriösen Verlage beim Namen nennt. Diese Liste ist recht gut und aktuell.

Was ist ein DKZV?

Solch ein Verlag erkennt ihr meist daran, dass er damit wirbt, Autoren zu suchen. Ein „richtiger“ Verlag macht das in der Regel nicht. Dann kommt auch bald der große Haken. DKZV wollen Geld. Das geht gar nicht. NICHTS BEZAHLEN! Vertrag nicht unterschreiben! So schön es auch wäre, sein Manuskript endlich richtig gedruckt in den Händen zu halten, diese Verlage sind Mist. Lasst euch nicht drauf ein, wenn ihr a) euer „Baby“ wohlbehütet wissen wollt mit richtigem Lektorat, Werbung und Initiative des Verlags und b) nicht arm werden wollt. Zwischen 250 Euro bis hin zu 12.000 Euro ist mir schon alles über den Weg gelaufen. Das ist Humbug! Ein richtiger Verlag nimmt kein Geld vom Autor, er bezahlt ihn.

Druckkostenzuschuss bedeutet allgemein, dass der Verlag einen Zuschuss zu den Druckkosten verlangt. Manche doofen Verlagen brüsten sich damit, dass sie kein DKZV sind. Dann steht auf der Homepage oder später im Vertrag, dass sie lediglich das Lektorat (also das Abklopfen von Rechtscheibung, Grammatik, Schreibstil, Logik usw., die den Charakter eines Buches ausmachen) bezahlt haben wollen. Nicht unterschreiben, nicht bezahlen! Das gilt auch für die folgenden Angaben: Gestaltung des Covers, Satz, Werbung und Vertrag. Mir ist nämlich mal ein Vertrag eines DKZV untergekommen, der keinerlei Geld verlangt hat, doch dann eine Vertragsabschlussgebühr haben wollte – von 300 Euro. Na, herzlichen Glückwunsch.

Auch das Versprechen, dass die Kosten erst entstehen, wenn das Werk erfolgreich vermittelt wurde, ist nicht in Ordnung. Ein seriöse Verlag nimmt nichts.

Es gibt auch noch die zweischneidigen Dolche unter den DKZV’s. Diese wollen keinerlei Eigenbeteiligung, die ich oben nannte. Dafür möchten sie aber gerne 50-200 Vorbestellungen haben, bevor sie das Manuskript veröffentlichen. Jaah … das sind versteckte Einnahmen, die der Verlag da bekommt. Manche Jungautoren sind so glücklich, dass sie ihr Werk „an den Mann“ gebracht haben und wollen nun nicht so kurz vor dem Ziel scheitern, dass sie die Bücher selbst bezahlen. Ohne viel Werbung wird sich aber kein Buch verkaufen. Von 200 Büchern bleibt der Autor dann vielleicht auf 120 sitzen, nachdem die nächsten Verwandten, Freunde und Bekannten welche gekauft haben. Meinetwegen auch ein paar Dritte. Und das war’s. Diese Verlage machen meistens wenig Werbung, sodass quasi keine Einnahmen entstehen.

Liebe Jungautoren (was übrigens jeder ist, der noch „jung“ im Schreiben ist, egal wie viel Lebensjahre er auf dem Buckel hat): Unterschreibt niemals einen Vertrag, der eine Gebühr für irgendeine Form der Veröffentlichung von euch verlangt. Ein seriöser Verlag bezahlt euch, nicht ihr ihn.

Solche schwarzen Schafe gibt es auch bei den Literaturagenturen. Auch hier gilt das Gleiche wie für die DKZV!

Übrigens finde ich, dass Druckkostenzuschussverlag inzwischen nicht mehr passt, weil sich manche damit brüsten, kein Geld für die entstehenden Druckkosten zu nehmen. Kostenzuschussverlag trifft es genauer. Niemals bezahlen, Leute, ich kann’s gar nicht oft genug sagen.

Wenn ihr euer Buch „nur zum Spaß“ veröffentlichen wollt, nehmt günstige Angebote von self-publishing Verlagen an wie Books on Demand und all deren Komponenten. Die machen keinen Hehl daraus, dass sie Geld nehmen, aber da halten sich die Preise wenigstens auch unter 100 Euro.